4. Juli 2013

Nur Mut

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Nur Mut

 

Es ist das Streben nach Glück, das uns immer wieder antreibt Neues zu wagen. Was Glück für den einzelnen bedeutet, ist so unterschiedlich, wie die Ideen die das Streben danach bisher hervorbrachte - große und kleine Innovationen, große und kleine Revolutionen. Die Mutter aller neuen Ideen ist die Kreativität.

Die jeweils Mächtigen und die Zaghaften misstrauen solchen Veränderungen. Die einen, weil Erfindungen oft mit einem Wechsel der bestehenden Machtverhältnisse verbunden sind. Die Erfindung des Buchdrucks löste das Problem des Analphabetismus. Die Priester verloren ihre Macht an die Verleger - Gläubige wurden zu Lesern. Die Neuen Medien lösten das Problem der Verfügbarkeit von Informationen. Die Verleger verloren ihre Macht an die Provider - wir wurden zu „Usern“….
Die Motive der anderen sind unterschiedlich zu bewerten. Ist es das hartnäckige, dumme Festhalten am Altgewohnten, aus Furcht vor allem Neuen, oft zum eigenen Nachteil oder ein berechtigtes, vorausschauendes Streben nach Sicherheit. - Wie viele vergessene Pioniere sind an ihrem Forscherdrang und dem unbeugsamen Streben nach Freiheit gescheitert, haben sogar mit ihrem Leben bezahlt?

Kreativität ist keine Spielerei, sie erfordert den Mut neue, unbekannte Wege zu gehen, neue unbekannte Gedanken zu denken. Jede Idee ist ein Risiko. Trotzdem können wir gar nicht anders, als kreativ zu sein. Ständig gibt es andere Probleme zu lösen.

Kreativität hat keine Moral. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler, Designer, Eltern, Sportler, Verbrecher - alle haben Ideen. Und die besten Ideen kommen immer dann, wenn wir den logischen Denkfluss verlassen, mit gewohnten Werten und Normen brechen.

Die Idee ist aber nur ein Teil des kreativen Prozesses. Ideen müssen realisiert werden um zu überleben. Jede gute Idee ist so individuell wie der, der sie gefunden hat - manchmal unbeliebt, manchmal verrückt. Der Konsens ist der größte Feind der Ideen. Um sich durchzusetzen brauchen Ideen ein Territorium der Freiheit - sie müssen zugelassen werden.

Manche Situationen verlangen nach einem bewussten Umgang mit der menschlichen Ressource Kreativität - Krisen, besonders komplexe Problemstellungen, außergewöhnliche Ziele. Es gilt dann, planvoll eine Basis für Kreativität zu schaffen. Offene Räume, die einen Wechsel der Perspektive und einen vorbehaltslosen Dialog gestatten. Zieldefinitionen, die den Kern des Problems treffen und Visionen zulassen. Tabulose Ideenfindungsprozesse, die auch vor ungewöhnlichen Methoden nicht zurückschrecken. Wegbereiter, die eine Umsetzung ermöglichen, und die kritischen Realisten, die prüfen welche Folgen die einmal in die Wirklichkeit entlassene Idee haben könnte.

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut,“ manifestierte der griechische Staatsmann Perikles (ca. 400 v. Chr.). Kreativität schafft das Neue, Unbekannte. Sie ist in unserer Lebenswelt allgegenwärtig. Wer nicht Passagier sein möchte, hat die Chance diese Eigenschaft zu nutzen.

Gestaltung: Laura Stolle | Text: Thomas Hilbig

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